SEITER: BMBF lässt sich nicht mit geteilter Aufmerksamkeit führen

Die Ernennung des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir zum Bundesminister für Bildung und Forschung durch Bundeskanzler Scholz kritisiert der Sprecher für Forschung, Technologie und Innovation der FDP-Fraktion Prof. Dr. Stephan Seiter wie folgt.
Herrn Bundeskanzler Scholz liegt an der Innovationskraft Deutschlands wenig, wenn er Landwirtschaftsminister Özdemir zusätzlich für das Bundesministerium für Bildung und Forschung als Verantwortlichen bestellt. Herr Özdemir besitzt weder forschungspolitische Erfahrung noch ein bildungspolitisches Profil. Koalitionsprojekte, wie die geplante DATI hat er auf der Zielgeraden sachgrundlos blockiert. Das zeigt den geringen Stellenwert, den Rot-Grün diesem wichtigen Resort zuschreibt. Die Zukunft des Landes steht nicht im Mittelpunkt des Handelns von Scholz. Zukunftsstrategie, Transferinitiativen wie die Gründung der DATI oder das globale Wettrennen um den ersten Demonstrationsreaktor für Fusionsenergie benötigen jetzt entschlossenes Handeln. Das BMBF lässt sich nicht mit geteilter Aufmerksamkeit führen. So wird es seiner wichtigen Rolle für die Bildung unserer Kinder und für die Förderung der Wissenschaft nicht gerecht werden können.